STATUS QUO, 2025, Cyanotypie auf baumwolle, 210 x 195
„Die Arbeit Status Quo aus dem Jahr 2025 ist eine großformatige Cyanotypie auf Leinwand im Format 210 x 195 cm. Sie zeigt den Schattenwurf einer Leiter, die an die Außenfassade der Jesuitenkirche in Aschaffenburg gelehnt ist. Die Leiter selbst ist nicht sichtbar. Was bleibt, ist ihre Spur. (...) Inhaltlich bezieht sich die Arbeit auf die sogenannte unbewegliche Leiter an der Grabeskirche in Jerusalem. Dieses Objekt steht seit dem 18. Jahrhundert unverändert an seinem Platz, da keine der beteiligten Konfessionen sie ohne Zustimmung aller anderen versetzen darf. Aus einem alltäglichen Gebrauchsgegenstand wurde so ein Symbol für Stillstand, Machtverhältnisse und zugleich für ein empfindliches Gleichgewicht. Röbke überträgt dieses Motiv in einen lokalen und zeitgenössischen Kontext. (...) Status Quo eröffnet einen symbolischen Raum, der Fragen nach Wachstum, Wandel und Koexistenz stellt, ohne eindeutige Antworten zu geben.“
Text: Johannes Honeck, im Katalog anlässlich der Ausstellung "Stufen. Erklimmen - Wachsen" Kunstpreis der Stadt Aschaffenburg.
Text: Johannes Honeck, im Katalog anlässlich der Ausstellung "Stufen. Erklimmen - Wachsen" Kunstpreis der Stadt Aschaffenburg.